Holzhütte selber aufbauen mit dem Fertigbausatz

Holzhütte selber aufbauen

Holzhütte selber aufbauen

Ein Gartenhaus oder einen Geräteschuppen im eigenen Garten aufzustellen, bringt viele Vorteile mit sich. So können alle Gartengeräte und alle Gartenmöbel trocken untergestellt werden. Außerdem kann ein Gartenhaus für ein gemütliches Beisammensein genutzt werden. Eine solche Holzhütte zu bauen, ist gar nicht so schwer, wie viele Menschen vermuten. Es gibt natürlich einige Dinge dabei zu beachten. Doch mit einer guten Planung ist alles recht einfach.

Um eine Holzhütte zu bauen, muss zunächst ein geeigneter Platz gefunden werden. Das Gartenhäuschen sollte von allen Seiten gut erreichbar sein. Es darf auch nicht die Nachbarn stören. Im Zweifelsfall sollte zuvor mit den Nachbarn geklärt werden, ob sie eventuell Einwände gegen ein solches Bauwerk hätten. Dadurch wird ein späterer Nachbarschaftsstreit vermieden. Sobald ein geeigneter Platz gefunden ist, kann schon mit den Vorbereitungen begonnen werden. Es ist wichtig, den Standort zu befestigen. Eine Holzhütte einfach auf eine unbefestigte Rasenfläche zu bauen ist ungünstig. Bei starken Niederschlägen kann das Holzhaus teilweise in den Boden einsinken. Dadurch treten erhebliche Spannungen am Bauwerk auf. Ein weiteres Problem ist die eintretende Feuchtigkeit, die das Holz angreift und morsch macht. Aus diesem Grund muss auch der Fußboden von der Unterseite gut belüftet sein. Für das Bauen einer Holzhütte reichen in der Regel Streifenfundamente. Notfalls können auch Gehwegplatten verlegt werden. Unter den Balken des Fußbodens sollte dann aber Dachpappe ausgelegt werden, damit keine Feuchtigkeit in die Balken eindringen kann.

Holzhütten werden zumeist in Form von Bausätzen angeboten. Es gibt mittlerweile unzählige Formen und Ausführungen. Beim Kauf sollte aber nicht nur auf das Aussehen und die Größe geachtet werden. Sehr viel wichtiger ist die Wandstärke. Bei kleinen Geräteschuppen ist eine Wandstärke von 22 mm völlig ausreichend. Soll die Holzhütte aber auch als Gartenlaube dienen, sollten stärkere Wände gewählt werden. Wandstärken von 40 mm bis 70 mm sind für diesen Einsatzzweck deutlich besser geeignet. Je dicker die Wände sind, desto besser ist auch die Wärmedämmung. Das Bauen mit stärkeren Bohlen gestaltet sich aufgrund des höheren Gewichts natürlich etwas schwieriger, aber auch bei geringen Wandstärken sind in der Regel mindestens zwei Personen zum Bauen erforderlich.
Große Unterschiede gibt es auch bei den Fenstern und Türen. Auch bei diesen Elementen sollte auf eine gute Qualität geachtet werden. Bei extrem günstigen Holzhütten sind die Fenster oftmals mit Kunststoffscheiben ausgestattet. Diese lassen sich nur schwierig reinigen und bieten überhaupt keine Dämmung. Sehr viel besser sind doppelt verglaste Fenster. Diese sind stabil und dämmen die Wärme gut.

Das eigentliche Aufbauen einer Holzhütte gestaltet sich dann relativ einfach. Bei fast allen Gartenhäusern gehören einfach verständliche Aufbauanleitungen zum Lieferumfang. Es wird mit dem Fußboden begonnen. Auf eine stabile Balkenlage werden Nut- und Federbretter genagelt. Sowohl die Balken als auch die Bretter müssen eine angemessene Stärke haben. Das hängt von der jeweiligen Größe des Gebäudes ab. Auf den fertiggestellten Fußboden werden die Wände montiert. Bei den meisten Modellen handelt es sich um Bohlen, die mit Nuten und Federn versehen sind. An den Ecken werden sie einfach zusammengesteckt. Dadurch entsteht eine hervorragende Abdichtung. Der Einbau von Fenstern und Türen ist ebenfalls recht einfach. Zum Schluss werden die Dachbretter wieder mit Nägeln befestigt. Sobald das Dach fertig ist, sollte sofort Dachpappe oder ein ähnliches Material aufgebracht werden. Optisch sehr beeindruckend sind die sogenannten Bitumen-Dachschindeln. Die Montage solcher Schindeln es etwas zeitaufwendiger als das Verlegen von herkömmlicher Dachpappe. Dafür sieht es später aber auch viel schöner aus.

Holz ist ein natürlicher Baustoff, der aber auch anfällig gegen Blaufäule und anderen Pilzen ist. Deshalb muss ein Holzhaus auch nach dem Aufbauen sofort mit einem entsprechenden Holzschutzmittel angestrichen werden. In jedem Baumarkt gibt es diverse Holzschutzmittel, die sich recht einfach auftragen lassen. Diese schützen das Holz nicht nur vor eindringender Feuchtigkeit, sondern auch vor den für das Holz gefährlichen UV-Strahlen der Sonne. Diese Strahlen können unter anderem Risse im Holz verursachen. Die Risse sind dann wiederum willkommene Eintrittspforten für diverse Schädlinge. Den besten UV-Schutz bieten dunkle Farben. Der Anstrich sollte in etwa alle zwei Jahre wiederholt werden, um einen dauerhaften Schutz zu gewährleisten.